Mittwoch, Juni 20, 2018
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Sascha Hess

Diesmal porträtieren wir den alten Hasen Sascha Hess, der mit seinen 93 kg verteilt auf 192 cm Körperlänge vielseitig einsetzbar ist und nicht nur auf dem Platz der Mannschaft aushilft. Der 33-jährige geborene Wolfener und junge Familienvater hat in seiner Laufbahn als Rugbyspieler schon viele Höhen und Tiefen erlebt.

Neben seiner aktiven Position als Herrenspieler, übernahm Sascha ab dem Jahr 2004 die erste Rugby-Frauenmannschaft des USV Potsdam von seinem Bruder Michael Hess als Cheftrainer und auch wenn sich die Mannschaft kurz darauf zerstreut hat aufgrund von vielen beruflichen Einschnitten der Spielerinnen, war dies der Grundstein für den schwelenden Gedanken, in Potsdam eine Rugby-Frauenmannschaft zu etablieren.

Neben dem Platz war Sascha ebenfalls stets als helfende Hand zur Stelle und in einer ruhigen Minute (oder viel eher Stunde) weiß er garantiert etliche Anekdoten zu erzählen, die sich im Laufe seiner 14-jährigen Mitgliedschaft angesammelt haben.

Aber lest selbst:

Rugby Potsdam: Seit wann spielst du Rugby?

Sascha Hess: Seit 2002.

Rugby Potsdam: Wie bist du zum Rugby gekommen?

Sascha Hess: Durch meinen Bruder. Er fing hier in Potsdam als Student an Rugby zu spielen und hat mich für den Sport begeistert. Durch zwei Fahrten nach England habe ich dann auch den damaligen Nachwuchs des USV Potsdam kennengelernt. Das war damals der Jahrgang mit Hanne, Pato, Weigi, Bächi, Andy etc. In meinem Heimatort gab es allerdings keinen Rugbyverein, so dass ich erst, als ich zum Studieren nach Berlin zog, mit dem Spielen anfangen konnte. Und durch die geknüpften Verbindungen war es dann für mich logisch beim USV anzufangen.

Rugby Potsdam: Was fasziniert dich an dem Rugbysport?

Sascha Hess: Vieles. Die Notwendigkeit während eines Spiels seinen Kopf zu benutzen, die körperlich-technische Herausforderung, die charakterliche Ausbildung durch die Werte des Sports, die Fairness gegenüber dem Gegner und Schiedsrichter, die Bedeutsamkeit jedes einzelnen Spielers für die Mannschaftsleistung, das Teamfeeling... (der in Potsdam in seiner speziellen Art und Weise für mich unvergleichbar ist und der Grund, warum ich mir nicht vorstellen könnte, in einem anderen Verein zu spielen...)

Rugby Potsdam: Auf welcher Position wolltest du schon immer mal spielen?

Sascha Hess: Es hatte sich für mich relativ schnell herauskristallisiert, dass ich in der 3. Reihe spielen möchte. Glücklicherweise durfte ich auch einige Saisons dort spielen. Ansonsten habe ich inzwischen fast jede Position mal gespielt. Die 10 fehlt mir noch, aber da hätten dann wahrscheinlich 14 andere etwas dagegen (zu Recht).

Rugby Potsdam: Was waren deine bisherigen größten sportlichen Erfolge?

Sascha Hess: Emotional war das der Aufstieg in die 2. Bundesliga 2005. Aber vom sportlichen Stellenwert her ist die Saison 2009/10 mit dem 2. Platz in 2. Bundesliga Nord/Ost viel höher einzuschätzen. Auch wenn es am Ende arg geschmerzt hat, dass wir den 1. Platz noch aus der Hand gegeben haben. Ansonsten war ich an zwei Regionalliga Ost-Meisterschaften beteiligt und durfte auch als Trainer der Frauenmannschaft 2006 einen Regionalliga-Meistertitel feiern.

Rugby Potsdam: Was willst du mit dem USV Rugby Potsdam erreichen?

Sascha Hess: Als Männerspieler habe ich persönlich keine ganz großen Ziele mehr. Ich will, so gut es geht, den Jüngeren weiterhelfen und mit der Mannschaft am Ende einer Saison sagen können: „Ja, das war eine gute Saison.“ Logischerweise soll dabei stets ein anständiger Platz in 2. Bundesliga rausspringen.

In ein paar Jahren, wenn es beruflich und privat wieder ruhiger wird, will ich den Verein dann in irgendeiner Funktion mit voranbringen. Ob das als Nachwuchstrainer ist oder in einem anderen Bereich, sei dahingestellt. Hauptsache mithelfen.

Rugby Potsdam: Was machst du privat / beruflich und wohin soll es dich mal später verschlagen?

Sascha Hess: Ich denke, ich habe meinen Platz gefunden. Ich habe das Glück, eine kleine Familie zu haben. Beruflich hat es mich als staatlich geprüfter Adoleszenten-Verwirrer (oder kurz: Lehrer) nach Brandenburg/H. verschlagen. Und da werde ich wohl auch erstmal eine Weile bleiben.

Rugby Potsdam: Wie bereitest du dich persönlich auf ein Spiel vor?

Sascha Hess: Musik. Das ist das Wichtigste. Dabei muss es für mich nicht irgendeine „harte“ Musik sein, die aufputscht, sondern Musik, die mir gute Laune macht. Ich habe für mich festgestellt, dass ich dadurch lockerer in ein Spiel gehe und damit bessere Leistungen abrufen kann.

Rugby Potsdam: Vielen Dank für das Gespräch, Sascha und weiterhin viel Erfolg sowohl im Privaten, als auch im Sportlichen.


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