Donnerstag, Mai 24, 2018
Text Size

USV Potsdam empfängt zum Start der Frühjahrsrunde am Sonnabend den Hamburger Rugby Club

 

„Irgendwann muss man sich ja mal entscheiden. Wollen wir’s anpacken oder nicht?“, sagt Robby Lehmann. Der Trainer des Rugby-Zweitligisten USV Potsdam, die Spieler und der Verein wollen es wagen. „Wir möchten in der kommenden Spielserie in der 1. Bundesliga antreten“, streben die USV-Adler nach neuen Horizonten. Für dieses Vorhaben will der Spitzenreiter der Nordstaffel zunächst weiter fleißig Punkte sammeln. Den Anfang machen die Potsdamer am Sonnabend um 15 Uhr auf dem eigenen Platz am Neuen Palais, wenn das Schlusslicht Hamburger Rugby Club anreist.

„Den 29. Mai haben wir fest ins Auge gefasst“, erklärt Lehmann weiter. In Frankfurt/Main steht nämlich das Aufstiegsduell Nord gegen Süd auf dem Plan. Kurz ist die Reihe der künftigen Rivalen. „Derzeit buhlen nur der Süd-Erste Stuttgarter RC und Verfolger München RFC um diese Ehre“, so der Coach weiter.

USV-Kapitän Jan Bachmann hat derweil eine Menge persönlicher Gespräche mit den Spielern geführt. „Ich wollte dahinter kommen, wie groß die Motivation ist, diese bislang größte sportliche Herausforderung anzugehen“, sagt der 26-jährige Student, der vor zwei Jahren zum Leit-adler gekürt wurde. „Im Oberhaus wollte ich immer schon mal auflaufen“, so der Anführer weiter. „Ich brauche gar nicht nach einem anderen Team schielen, wenn wir das jetzt mit der eigenen Mannschaft hinkriegen können“, sagt Bachmann, der seit elf Jahren das USV-Trikot trägt. Sein Umfragefazit: „Das Gros will das Wagnis angehen.“

Doch nach drei Monaten Spielpause „müssen wir gegen die Hanseaten erstmal wieder in den Rhythmus kommen“, sagt Trainer Lehmann. „Wir gehen die Partie selbstbewusst an, wissen aber, dass die Gäste jung und hochmotiviert aufspielen werden“, ergänzt Kapitän Bachmann. „Als Spitzenreiter sollten wir uns nicht überlegen und sicher fühlen.“ Selbst wenn das Hinspiel überaus eindeutig bestätigt hatte, wem die Favoritenrolle zukommt: Im Auswärtsspiel hatten die Adler die Hamburger mit einem 63:3-Erfolg förmlich in der Luft zerrissen.

Was die neuen Horizonte anbelangt, wird im USV darüber nachgedacht, wie man die Anforderungen der 1. Bundesliga erfüllen kann. Finanzchef Wolfram Westphal beziffert das Budgetminimum auf rund 20 000 Euro. „Die Auswärtsfahrten werden richtig ins Geld gehen.“ Martin Meinhold kümmert sich seitens des Vereins intensiv um Sponsoren. Im April wird der Förderverein gegründet. „Wir kommen mit dem bisherigen Kader nicht aus“, mahnt Lehmann. „Wir brauchen 25 bis 30 Spieler, darunter zwei, drei erfahrene Halbprofis, die auf Schlüsselpositionen zum Einsatz kommen sollen.“ Misslich in dieser Situation: Durch umfangreiche Baumaßnahmen am Neuen Palais steht der USV Potsdam ab April ohne Clubgebäude da.

Autor:Ralf Thürsam
Quelle: http://www.maerkischeallgemeine.de


AddThis

We use cookies to improve our website and your experience when using it. Cookies used for the essential operation of the site have already been set. To find out more about the cookies we use and how to delete them, see our privacy policy.

I accept cookies from this site.

EU Cookie Directive Module Information