Dienstag, September 25, 2018
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Spielbericht: SV Odin vs. USV Potsdam

Potsdamer Adler weiter auf Erfolgskurs.

Hoch motiviert machte sich der amtierenden Tabellenführer auf den mittlerweile so bekannten Weg nach Hannover, mit dem große Ziel vor Augen, zum ersten Mal beim  SV Odin zu gewinnen.

Für dieses Ziel wurde in den vergangenen Trainingseinheiten der Grundstein gelegt und ein kompletter 22iger Kader bestätigte diese Ambitionen nachhaltig.
Die Spannung war schon in der Kabine deutlich zu spüren. Vom Anpfiff weg waren die Adler hoch konzentriert. Gedrängehalb Jahn erzielte nach 19 Sekunden den 1. Versuch für die Gäste.

Das Spiel hatte noch gar nicht richtig begonnen, die Worte von Jan Krauzig:
"wir werden heute gewinnen und ein Oder gibt es nicht!" nur wenige Sekunden alt, da erhöhte Schubert sicher und Potsdamer führte mit 7:0. Nach diesem perfekten Start wurde der Vorsprung durch einen Straftritt (6 min) von Schubert weiter ausgebaut. Das der deutsche Top Schiedsrichter Frank Himmer an diesem Tag sehr hart durchgreifen würde, merkte man in der 9 Minute.
Potsdams Nummer 8 Horn, erhielt die gelbe Karte, wegen technischen Foulspiel im Ruck. Die folgende Zeit wurde ohne gegnerische Punkte überstehen, was die Mannen des Tabellenführers um so mehr anspornten.

Die Stürmer zeigte sich fit und hoch konzentriert. Trotz Unterzahl konnten sie ihren Standards klar behaupten. In der Vergangenheit hatten die Potsdamer immer wieder Probleme mit der Odiner Sturmarbeit. Dieses Defizit wurde durch die gezielte Vorbereitung neutralisiert und schien den Gastgeber anfangs zu überraschen.

In der 21 Minute erzielte Schubert einen weitere Straftritt zum 13:0, ehe Sebastian Danicke zu einem seiner gefährlich Läufe ansetzen konnte. In der
24 Minute war es dann der Hakler, der nach einer guten Mannschaftsleistung ins Malfeld einlaufen konnte. Schubert erhöhte wieder sicher zum 20:0. Die Spielgemeinschaft gab sich aber nicht auf und kam in der 29 Minute, nach einer schlechten Verteidigungsleistung, durch die Nummer 15 David Buchan, zu ihrem ersten Versuch. Doch noch vor der Halbzeit war es abermals S. Danicke (36min), der durch einen schönen Lauf über 40 m punkten konnte und den alten Abstand wieder herstellte. Da Schubert auch diese Erhöhung sicher verwandelte, ging es mit 27:7 in die Halbzeitpause. Das 1. Mal überhaupt, dass Potsdam an der Graft vorne lag.

Die Halbzeitansprache vom Heimtrainer Jens Himmer muss deutlich ausgefallen sein. Der SV Odin hatte das Spiel noch längst nicht abgeschrieben. Nach einer Gasse (44 min) erzeilten die Hausherren ihren 2. Versuch und verkürzten auf 14:27.

Was es für einen Unterschied macht, wenn ein Top Schiedsrichter pfeift, bekam man zwischen der 49 und 56 Minute zu spüren. In dieser Zeit dezimierten sich die Hausherren selber, durch 3 gelbe Karten wegen technischem Foulspiel. Diese Unterzahl nutzen die Potsdamer konsequent aus und erzeilten weitere Punkte durch Schubert Straftritt(49 min), 2 Versuche mit Erhöhung (53min und 55 min) ebenfalls Schubert und Sebastian Danickes drittem Versuch + Erhöhung in der 56 Minute. Neun von Zehn Tritten erreichten ihr Ziel und somit hatte Schubert eine fantastische Quote beim Tritt.
Der neue Spielstand von 14:51 gab dem Trainergespann Lehmann/Pilger die Möglichkeit, die komplette Bank nach und nach einzuwechseln. Besonders hervor stachen hier, Ecke Carlo Menghelli durch schöne Läufe und 1. Reihe Stürmer George Ngamotu sowie Enrico Wischne. Beide standen im Gedränge sicher und konnten sich durch gute Takles in der Verteidigung auszeichneten.
Allerdings ließ in den letzten 20 Minuten die Konzentration bei den Potsdamern stark nach und so blieben einige gute Chancen ungenutzt.

Was an diesem Spieltag vernachlässigt wurde, war das druckvolle Aufrücken der Verteidigungslinie. Konsequent gute Tacklings waren zu selten zu finden und müssen umgehend ins Potsdamer Verteidigungsspiel zurück. 
Entscheidend für den Sieg war am Ende die geschlossene und hochkonzentrierte Leistung im Angriff, besonders in der 1. Halbzeit.
Dennoch gab es einen Spieler, der dem Trainerduo besonders ins Auge gefallen war. Der zu Saisonbeginn, zu den Potsdamern gewechselten Felix Tegler stach aus dieser Mannschaft heraus. Er sorgte mit seiner kompromisslosen Art für viele schnelle Bälle an den Rucks und wurde folgerichtig zum Spieler des Tages gewählt.

Wenn die Adler dieses Spiel als Maßstab für die ausstehenden Partien nehmen, dann dürfen wir uns auf spannende und schöne Rugbyspiele freuen. Mit diesem Sieg stehen die Potsdamer weiter an der Tabellenspitze, der 2. Rugby Bundesliga Nord und dürfen vom großem Finale in Frankfurt träumen. 
Dank dem SV Odin für ein schönes und faires Spiel, dem Schiedsrichtergespann und den mitgereisten Fans.


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