Samstag, September 22, 2018
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Seit vier Spielen keine Niederlage mehr.

So langsam finden die Adler in Ihren Rhythmus. Bei herrlichem Sonnenschein und milden Temperaturen empfingen die Potsdamer Adler am vergangenen Samstag den Tabellennachbarn aus Hannover. Die „Wundertüte“ DRC Hannover (so liebevoll genannt) war reichlich gespickt mit neuen und jungen Spielern sowie einigen erfahren Haudegen, was eigentlich eine gute Mischung ergeben sollte. Für die Adler daher schwierig sich einen richtigen Eindruck zu verschaffen, wie denn die Gäste in diesem Jahr aufgestellt sind. Es blieb also nichts anderes übrig,  als von dem bekannten Spiel des DRC auszugehen und den Verlauf des Spieles zu beobachten. Erschwerend kam dabei noch hinzu, dass einige Spieler angeschlagen in die Partie gegangen sind, um unter diesen Umständen dennoch den bestmöglichen Kader aufzustellen.
Die Gäste aus Hannover reisten mit 17 Mann ebenfalls angeschlagen in die Landeshauptstadt und ließen einige bekannte Spieler aus der Vergangenheit vermissen.
 
Die Mannschaften waren bereit, ca. 100 Fans hofften auf zahlreiche Versuche und ein schönes Spiel, nur ein Schiedsrichter war nicht zu Gegen. Nach Absprachen auf beiden Seiten sprang Jungschiedsrichter Tilo Michaelis  in die Bresche und bedingt seiner fehlenden Qualifikation für die 2. Liga, musste das Spiel entsprechend der Regularien mit unumkämpften Gedränge ausgeführt werden. Dies ist meist ein sehr undankbarer Job für die jeweiligen Stürmer, da sie nicht so richtig ihre Kräfte messen können und so ein wichtiger Baustein im Rugbyspiel fehlt. Die eigenen Sturmreihen hatten damit weniger Arbeit in den Standards und das Spiel verlief mehr und mehr im Bereich des „offenen Spiel“. Für die Fans war dies natürlich eine schöne Sache, da viel Bewegung in der Partie war und sie immer wieder schöne Angriffe zu sehen bekamen.

Die Adler begannen Ihren Versuchsreigen in der 7. Minute durch Hendrik van Look nach einem schönen Durchbruch durch die Hintermannschaft des DRC. Die anschließende Erhöhung durch Joshua Jahn gelang und die Adler führten mit 7:0 Punkten die Partie an. Zahlreiche Angriffe rollten auf das Malfeld der Gäste zu, scheiterten aber immer wieder am finalen Pass und an den unzähligen technischen Fehlern. Die Adler verpassten bis zur 20. Minute 3 Großchancen um das Punktekonto weiter auszubauen und kassierten als Bestrafung dazu den 7:7 Ausgleich durch die Gäste. Nur vier Minuten später war es dann Leonhard Golmik, der diesmal alles besser machte und die gute Vorbereitung durch Innendreiviertel Jan Treuholz zum 12:7 vollendete. Joshua Jahn gelang diese Erhöhung nicht, verhalf seinen Adlern aber nur 3 Minuten später mit dem 3. Versuch der Partei zu weiteren Punkten (19:7). Doch auch die Gäste aus Hannover blieben weiterhin gefährlich und konnten sich in der 32. Minute ins Potsdamer Malfeld vorarbeiten.

Nach einer verlorenen, eigenen Gasse eroberten Sie den Ball im anschließenden offenen Gedränge zurück und konnten eine Fehlstellung der Potsdamer Verteidigung ausnutzen und ihre Punkte  erzielen (19:12). Die Antwort der Adler ließ nicht lange auf sich warten. In der 38. Minute sicherte Hendrik van Look den Adlern den Bonuspunkt und vollendete einen Angriff über 40 m erfolgreich. Zur Pause führten die Adler damit 24:12. Bis auf die vielen kleinen Fehler und die unnötigen Ballverluste konnten die Adler mit dieser Halbzeit zufrieden sein. Dennoch wollten sie in der 2. Spielhälfte ihre Leistung steigern. Der angeschlagene Robert Westphal verließ zur 2. Halbzeit das Feld und Michael Krenz kam zu seinem Herrendebüt im Trikot der Potsdamer Adler. Der Jungadler erlernte das Rugbyspiel in den Potsdamer Nachwuchsmannschaften und stößt somit als Eigengewächs in den Herrenbereich ein.

6 Minuten der 2. Hälfte waren vergangen, da erzielte Joshua Jahn seinen 2. Versuch des Tages und baute damit das Ergebnis auf 31: 12 aus. Nach und nach wurden nun alle Potsdamer Ergänzungsspieler auf das Feld gebracht um ihrerseits an diesem Spiel teilhaben zu können.  Die Adler griffen unerbittlich weiter an und zunehmend ließen nun die Kräfte bei den Gästen nach. Sascha Hess (52. min) und Debütant 2, David Kriegel (59. min) erzielten weitere Versuche nach schön herausgearbeiteten Überzahlsituationen. Ein Straftritt der Gäste in der 56. Minute brachte 3 Punkte zum 41: 15.

Mit einem Hattrick in der 65. Minute  krönte Joshua Jahn seine eigene Leistung, gefolgt von Sascha Hess (68. min), der ebenfalls eines seiner besten Spiele in dieser Saison machte. In der 75. Minute konnten die Gäste das Ergebnis auf  51:22 verkürzen und erspielten sich auch weitere gute Möglichkeiten, den 4. Versuch zu erzielen. Den Schlusspunkt der Partie setzten allerdings die Adler. Altmeister Thomas Kühnl ersetze den verletzt ausgeschiedenen Thomas Burgemeister und konnte nur 2 Minuten nach seiner Einwechslung den Endstand zum 58:22 markieren. Mit 46 Jahren immer noch ein echter Flitzer.
 
Die Startaufstellung der Adler:
Sturm:
1. Reihe: Enrico Wischne, George Ngamotu und Andreas Bürger
2. Reihe: Thomas Burgemeister und Christian Tetzlaff
3. Reihe: Jan Bachmann, Felix Tegler und Karsten Horn
 
Hintermannschaft:
Gedrängehalb: Joshua Jahn,
Verbinder: Jahn Krautzig,
Innendreiviertel: Hendrik van Look und Jan Treuholz,
Eckdreiviertel: Sascha Hess und Leonhard Golmik
Schlussspieler: Robert Westphal.
 
Reservespieler: Christopher Peckruhn, David Kriegel, Daniel Franke, Dirk Bösel, Thomas Kühnl und Michael Krenz


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