Dienstag, Juli 17, 2018
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Pressartikel der PNN: Erstmals im Oberhaus

Die Rugbyspieler des USV Potsdam treten in der neuen Saison in der Ersten Bundesliga an

Erstmals in der Vereinsgeschichte werden die Rugbyspieler des USV Potsdam in der bevorstehenden Saison in der Ersten Bundesliga antreten. Möglich wurde dies durch die Ligareform, die kürzlich beschlossen wurde. Sie sieht vor, dass die Erste Bundesliga in die vier Regionen Ost, West, Nord und Süd eingeteilt wird. Pro Region spielen fünf Vereine um die Qualifikation für die nächste K.o.-Runde, die dann wiederum mit einer anderen Region ausgespielt wird.

 

Die Potsdamer starten in der Vorrunde zunächst in der Bundesliga Ost und treffen dort auf anspruchsvolle Gegner. Mit dem Berliner Rugby-Club und dem RK 03 Berlin beteiligen sich zwei Mannschaften, die schon in den vergangenen Jahren im Oberhaus antraten. Hinzu kommen der Berliner SV 1892, den die Potsdamer bereits aus der Zweiten Bundesliga kennen, sowie der Rugby-Club Leipzig. Durch die Reform gelingt den Sachsen unbeabsichtigt gleich der Durchmarsch. Sie stiegen aus der Regionalliga in die Zweite Bundesliga auf und dürfen sich nun gleich mit den besten deutschen Teams messen. Den Auftakt der neuen Saison bestreitet der USV Potsdam am 25. August mit einem Spiel gegen den Berliner SV. Ob das Spiel auswärts oder daheim ausgetragen wird, steht bislang noch nicht fest.

In jedem Fall gehen die Männer vom Neuen Palais gut vorbereitet in ihre erste Erstligasaison. „Durch unsere Zusammenarbeit mit den Berlin Grizzlies konnten wir einige sehr gut ausgebildete Spieler für unseren Erstligakader gewinnen“, sagt USV-Trainer Robby Lehmann. Aber auch aus anderen Vereinen haben sich Spieler dem Verein angeschlossen. Wie etwa Steven Look und Carsten Stamm, die von der Rugby-Union Hohen Neuendorf nach Potsdam wechseln, oder Robin van Look, der bislang beim Berliner Rugby-Club unter Vertrag stand. „Somit haben wir wirklich einen sehr breiten Kader“, sagt Robby Lehmann. „Vor allem im Verletzungsfall ist es wichtig, dass wir viele Spieler in der Hinterhand haben.“

Auch Stürmer Christof Hannemann geht optimistisch an die unerwartete Aufgabe. „Potsdams Chancen um ein Weiterkommen in die Qualifikationsrunde sehen gar nicht mal so schlecht aus“, meint der Potsdamer. „Der dritte Platz sollte machbar sein. Und einen Sensationserfolg gegen einen Bundesligisten schließe ich auch nicht aus.“

Vorerst steht für das Team mit dem Adler im Emblem eine einfache Punktrunde an, in der gegen jedes Team gespielt wird. Ziel ist es, in dieser Runde unter den ersten vier Mannschaften zu landen, da nur diese um die Deutsche Meisterschaft weiterspielen. In der zweiten Phase würden die Potsdamer auf die Vertreter der Nordgruppe treffen. Gegner wären dann Hannover 78 aus der Ersten Bundesliga und Zweitligisten wie St. Pauli, List und Linden, mit denen der USV schon seit Jahren gemeinsam um das Leder-Ei kämpfte. In dieser Runde gibt es dann auch Hin- und Rückspiele, bevor die qualifizierten Teams im Achtelfinale auf Vertreter der Südrunde treffen.

Fest steht bereits, dass die Potsdamer am 1. September den etablierten Erstligisten Berliner RC auf dem Sportplatz hinter dem Neuen Palais empfangen. Am 15. September ist die Mannschaft um Trainer Robby Lehmann dann beim RK 03 zu Gast und eine Woche später beim Neuling in Leipzig. „Da wäre es nur gerecht, wenn wir den Auftakt gegen der BRC zu Hause bestreiten könnten“, sagt Lehmann, der in den nächsten Tagen mit einer positiven Entscheidung rechnet.

Autor: Henner Mallwitz
Quelle: PNN - http://www.pnn.de/regionalsport/671361/
Erschienen in der PNN am 11.08.2012 auf Seite 11


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