Dienstag, Juli 17, 2018
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Am Ende kam der Regen, heimischer USV Potsdam wartet weiter auf 1. Sieg

Rugby, 2. Bundesliga Nord, Potsdamer Adler auch beim Heimspielauftakt ohne Punkte.

Nach der Heimspielniederlage gegen starke Niedersachsen, weiß nun jeder, wie  schwer die Saison für die Potsdamer Adler werden wird. Die mit 18 Spielern angereisten Gäste zeigten sich geschlossen und motiviert. Die körperliche Unterlegenheit im Sturm glichen sie mit Laufbereitschaft und guten technischem Spiel aus.

Die heimischen Adler erhielten Unterstützung durch einige alte Haudegen und brachten 21 willige Spieler an den Start. Allerdings konnte diese zahlenmäßige Überzahl nicht ausgenutzt werden. Ein Altersdurchschnitt von 31 Jahren der Mannschaft ist deutlich zu hoch.  Der Ausfall von weiteren 4 Leistungsträgern kaum zu kompensieren. Die Adler befinden sich bereits mit dem 2. Spiel im Abstiegskampf der Liga.
Nach dem druckvollen Beginn der Potsdamer waren es die Gäste, die erstmals in der 6 Minute zum Versuch mit anschließender Erhöhung einliefen konnten. Sie nutzten ein verfehltes Tackling in der Linie der Adler gnadenlos aus und versuchten im Anschluss, immer wieder mit Durchbrüchen die Verteidigung der Adler zu überwinden.

Der Gastgeber setzte auf ein geschlossenes Phasenspiel,  um seine Kräfte zu bündeln und den Gegner mit seinen Angriffen zu zermürben. Die ständigen Bemühungen konnten von den Germanen nur mit größter Anstrengung unterbunden werden und so gelang es den Potsdamern, sich in der gegnerischen Hälfte  festzusetzen. Robert Westphal brachte seinen USV durch Straftritte in Minute 10 und 14 auf 6:7 heran. Immer wieder konnten die Hausherren sich in das 22er Feld des Gegners vorarbeiten. Die guten Einlaufchancen  wurden durch technische Fehler leichtfertig aus der Hand gegeben. Ein Straftritt in der 28 Minute brachte die Führung zum 9:7 für die Potsdamer. Bis zur Halbzeitpause sollte sich an dem Ergebnis nichts mehr ändern.

Schon zur Pause hatten die Adler  viel Kraft gelassen. Die ständigen Angriffsbemühungen hatten erste Spuren hinterlassen. Erschwerend kam die verletzungsbedingte Aufgabe Ihres Kapitäns in der 32 Minute hinzu. Dennoch waren es wieder die Adler, die mit einem weiteren Straftritt von Robert Westphal (42min), die Führung auf 12:7 ausbauen konnten. Zum Jubel der Zuschauer sprang der Ball von der Querlatte nach hinten über das Goal. Wer nun dachte, dass ein solch besonderer Punkt dem Potsdamer Angriffsspiel weiterhin Flügel bescheren wird, sah sich getäuscht. Die Fehlerquote im Angriffspiel der Adler war weiterhin hoch und ließ gute Möglichkeiten ungenutzt.

In der 53 Minute waren es die Germanen, die gedankenschnell die Situation ausnutzten und zum 2. Versuch des Tages vollendeten. Bitter daran war, dass der Ball seitlich aus dem Gedränge heraus kam, anschließend per Vorpass zum Mitspieler gepasst wurde und dennoch im Malfeld abgelegt werden durfte.  Die Wut der Adler war verständlich und die 12:14 Führung für die Germanen amtlich. In der Folgezeit liefen die Hausherren immer wieder an und scheiterten an der jungen, dynamischen Mannschaft der Niedersachsen.

Diese setzten nun auf gekonntes Kickspiel und verlagerten das Spiel immer wieder tief in die Potsdamer Hälfte. Die Platzherren mussten durch weitere verletzungsbedingte Ausfälle ihre Mannschaft umstellen und der Kräfteverschleiß war nun deutlich sichtbar. In der 63 Minute setzten die Gäste einen tiefen Angriffstritt entscheidend nach, eroberten den Ball  5m vor dem Malfeld der Adler und liefen zu 12:19 Führung ins Malfeld ein.  Die Niederlage war nun deutlich spürbar. Auch wenn der Abstand nur 7 Punkte waren (1 Versuch), merkte  man einigen Spielern die Resignation an. Ein Großteil der Potsdamer Stürmer war mit seinen Kräften am Ende. Die Hausherren brachten alle frischen Kräfte auf das Feld, um die drohende Niederlage abzuwenden. Doch die Germanen ließen sich dieses Spiel nicht mehr aus der Hand nehmen und konnten in der 68 Minute und 73 Minute zwei weitere Versuche erzielen.  Mit einsetzendem Gewitter, Platzregen und Hagel wurde diese Partei beendet. Endstand 12:31 für die Gäste.

Die Aufgabe der Adler kann nur heißen, zusammenhalten und gemeinsam durch dieses tiefe Tal der Enttäuschung hindurch  zutreten. Es muss den Potsdamern  schnell gelingen, die neuen Spieler in die Mannschaft zu integrieren. Mit weiteren Ausfällen einiger Spieler werden die kommenden Wochen für die Adler sehr hart.

Am nächsten Wochenende kommt es zur 1. Pokalrunde in Frankfurt. Hier treffen die Adler in der 1. Rundenpartie auf die Mannen vom Münchener RFC. Der Sieger dieser Partei spielt im Anschluss gegen den Sieger der Partie SC 1880 Frankfurt gegen RGH. Die Verlierer treten ebenso gegeneinander an. Ein hoffnungsloses Unterfangen, in dem sich kein weiterer Spieler der Potsdamer verletzen darf. Es wird zu klären sein, ob die Adler überhaupt eine spielfähige Mannschaft aufstellen können.   


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